Kirche

Marienkirche IlsenburgDie Geschichte der Marienkirche hängt eng mit der des Ilsenburger Klosters zusammen. Die Benediktinermönche des Klosters baten im 12.Jahr-hundert den Abt Heinrich, eine neue Kirche für die außerhalb des Klosters Wohnenden zu bauen. Im Jahre 1131 wurde eine “Hospitalkirche zur Ehre Gottes und der heiligen Gottesmutter (Maria)” gebaut. Der um die Kirche liegende Platz wurde zum Friedhof für die Bewohner des Vorortes und für die Fremden bestimmt. Die feierliche Einweihung der Kirche und des Friedhofes geschah durch den Bischof Otto zu Halberstadt am 6. Juni 1131. Die Grundmauern und die Anlage der Kirche stammen aus dieser Zeit, auch das romanische Tympanon über dem Seiteneingang. Empore und Orgel gab es damals noch nicht. Im Jahre 1549 setzte sich in Ilsenburg die reformatorische Lehre durch. Der letzte Abt des Klosters Ilsenburg stiftete 1551 den Taufstein für die Marienkirche. Dieser Abt Dietrich Meppes blieb der katholischen Kirche treu, predigte aber evangelische Lehre.
Er war ein rechter Ökumeniker der damaligen Zeit. Die Reformation zog die Menschen wieder in die Kirche.

Die Räume reichten nicht aus. Deswegen baute man Emporen ein. Sie wurden 1558 geweiht. Die Seitenemporen sind inzwischen wieder entfernt worden bei der Renovierung 1968-1970. 1567 wurde in Ilsenburg der erste Pfarrer angestellt. Bis dahin versorgten die Mönche des Klosters die Gemeinde. In diese Zeit reichen auch die Anfänge des Pfarrhauses in der Pfarrstraße.

Im 19. Jahrhundert war die Kirche baufällig geworden. Die Opferwilligkeit einzelner Leute ermöglichte eine große Reparatur. Ein neuer Turm, die Vorhalle und das bunte Fenster wurden im neuromanischen Stil gebaut und 1879 eingeweiht. Als Weihnachten 1967 die Gemeinde das letzte mal die Schlosskirche benutzen durfte staatliche Maßnahmen ließen das nicht mehr zu stand eine Renovierung der Marienkirche an.
Von 1968 - 1970 erhielt die Kirche ein neues Aussehen. Der Putz wurde von den Wänden geklopft, der Fußboden erneuert, die Decke ausgebessert, der Altarraum verändert.
Das Kruzifix (l3.Jh.) und das Gestühl aus der Schlosskirche wurden in die Marienkirche
gebracht. Seit 1970 dient die Marienkirche in vielfältiger Weise der Gemeinde.
Am 1. Advent 1978 konnte die neue Orgel eingeweiht werden mit 23 Registern und 2 Manualen. Sie wurde aus drei alten Orgeln von Orgelbaumeister Lägel (Firma Schuster) aufgebaut. Im Winter 1981/82 wurden unter der Empore zwei neue Räume eingebaut mit dem bunten Marienfenster aus dem Jahre 1499 (früher in der Schlosskirche). Im Jahre 1988 wurde das Kirchen- und das Turmdach neu gedeckt mit Unterstützung unserer Partnergemeinde Frankenberg/Eder und dank einer großen Spende eines Ilsenburger Gemeindemitgliedes.

Das alte Turmkreuz aus dem Jahre 1879 ist an der Südwand der Kirche zu sehen. Im Jahre 1993 wurde eine neue Heizungsanlage in der Kirche gebaut. Seit dieser Zeit konnte die Kirche auch im Winter und für größere Gemeindeveranstaltungen (z.B. Weihnachtsfeier) genutzt werden. Die Grabsteine auf dem Marienfriedhof stammen aus dem 16. u. 17. Jh. Leider hat die Zerstörungswut mancher Zeitgenossen hier großen Schaden verursacht. So wurde z.B. 1981 des Grabdenkmal von Eleonore Fürstin Reuß total zerstört (inzwischen wieder aufgebaut). Sie gilt immerhin als eine der bedeutendsten Kirchenliederdichterin des 19. Jh..
Der Anker im Altarraum wurde im Jahre 1995 anlässlich der Tausendjahrfeier Ilsenburgs der Kirchengemeinde als Symbol für Glaubensgrund von den niederländischen Partnergemeinden Hansweert und Schore in Zeeland geschenkt. Die Glocke im Turm der Kirche stammt aus dem 16. Jh. und wird seit 1994 elektrisch betrieben.
Ein weiterer Umbau der Marienkirche erfolgte in den Jahren 1998 und 1999. Der Eingangsbereich der Marienkirche (unter Empore) wurde so umgestaltet, dass durch eine Trennwand zum Kirchenschiff ein neuer Kirchenraum entstand. Die Trennwand ist aus Holz und verschiebbar, so dass beide Räume nach Bedarf miteinander zusammengelegt werden können.

Der links vom Haupteingang entstandene Raum dient zum Umziehen des Pfarrers oder der auftretenden Künstler. Das Marienfenster befindet sich jetzt im Kirchenschiff.

Wir wünschen allen Besuchern unserer Kirche Zeit zur Besinnung und viel Kraft für die alltäglichen Aufgaben.

Der Anker im Altarraum wurde im Jahre 1995 anlässlich der Tausendjahrfeier Ilsenburgs der Kirchengemeinde als Symbol für Glaubensgrund von den niederländischen Partnergemeinden Hansweert und Schore in Zeeland geschenkt. Die Glocke im Turm der Kirche stammt aus dem 16. Jh. und wird seit 1994 elektrisch betrieben.

Ein weiterer Umbau der Marienkirche erfolgte in den Jahren 1998 und 1999. Der Eingangsbereich der Marienkirche (unter Empore) wurde so umgestaltet, dass durch eine Trennwand zum Kirchenschiff ein neuer Kirchenraum entstand. Die Trennwand ist aus Holz und verschiebbar, so dass beide Räume nach Bedarf miteinander zusammengelegt werden können.

Der links vom Haupteingang entstandene Raum dient zum Umziehen des Pfarrers oder der auftretenden Künstler. Das Marienfenster befindet sich jetzt im Kirchenschiff.

 

Wir wünschen allen Besuchern unserer Kirche Zeit zur Besinnung und viel Kraft für die alltäglichen Aufgaben.

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